Gelegentlich Denkpause einlegen

Amerikanische Erzähler haben schon Tausende Seiten gefüllt mit dem Erlebnis des Angelns, das ganz andere Dimensionen annehmen kann, wenn man sich ihm widmet. Beim Angeln erfüllen sich Schicksale, werden Konflikte gelöst, die seit langer Zeit schwelen, Erfahrungen gesammelt, die vom Ort des Geschehens gelöst und doch an ihn geknüpft sind. Die Vorstellungskraft des Lesers ersetzt das eigene Erleben. Die Fantasie bietet die Chance, für sich Erkenntnisse zu ziehen, die andere angestoßen haben. Das Angeln verschafft die Gelegenheit zu einer Denkpause, wobei man nicht unbedingt die Angelschnur aufzuziehen braucht, um die Gelegenheit dafür zu bekommen. Ansichten austauschen kann man auch bei Lesen von Büchern, Greg Schwipps lädt zu einem Ausflug in die Gedankenwelt ein. Er zimmert den Rahmen für das Abenteuer der Selbsterfahrung, er schmiedet keine Verse, doch entspinnt Poesie, die sein Publikum in einen Kokon hüllt, aus dem es sich selbst befreien kann. Das Philosophieren braucht einen Anlass, einen Moment der Ruhe, der zu tieferen Einsichten führen kann. Greg Schwipps‘ Bücher sind ein Geschenk für den, der ruhelos wandert, ohne zum Ziel zu kommen. Wer davon Gebrauch macht, kann sich glücklich schätzen, den rettenden Anker gefunden zu haben.

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